Lagebeurteilung & Ausblick für die nächsten 6 bis 12 Monate

Unsere kurzfristige Einschätzung zur Entwicklung der Finanzmärkte und Anlageklassen. 

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Rückblick - 3. Quartal 2024

Durch mehrheitlich enttäuschende Konjunkturdaten haben sich die Anzeichen für eine Abkühlung der Weltwirtschaft verdichtet. Gleichzeitig entwickelten sich die Inflationszahlen weiter rückläufig in Richtung des Zentralbankziels von 2 Prozent. Um positive Wachstumsimpulse durch eine günstigere Kreditaufnahme für Unternehmen und Privathaushalte zu setzen, haben die Notenbanken den Zyklus hin zu tieferen Leitzinsen begonnen (USA) respektive fortgesetzt (Eurozone, Schweiz). Weitere Leitzinssenkungen hat der Markt im kurzfristigen Zinsniveau bereits eingepreist. Auch die langfristigen Zinsen kamen etwas zurück und bescherten Anleihen entsprechende Kursgewinne.

Nach einem positiven ersten Halbjahr konnten Aktien auch im dritten Quartal 2024 zulegen. Aufkommende Konjunktursorgen brachten zunächst noch stärkere Kursschwankungen mit sich. Im Zuge der erfolgten Zinssenkungen und in Erwartung einer weiteren geldpolitischen Lockerung zogen die Kurse in der zweiten Septemberhälfte an und bescherten bestimmten Aktienindizes neue Rekordstände. Im regionalen Vergleich weisen die USA nach wie vor einen deutlichen Performancevorsprung gegenüber Europa und den Schwellenländern auf.

Gold hat in Q3 2024 ein neues Allzeithoch erreicht. Zu den kurstreibenden Faktoren zählten die Sorge vor steigenden Staatsschulden, das tiefere langfristige Zinsniveau und Zukäufe in den Schwellenländern. Im Währungsbereich zeigte sich der Euro stärker als der US-Dollar, während der Schweizer Franken gegenüber dem Euro und dem US-Dollar an Wert zulegte. 

Aktuelle Lagebeurteilung & Ausblick für die nächsten 6 bis 12 Monate

Das Hoch im Konjunkturzyklus ist erreicht. Der nun einsetzende Rückgang in der globalen Wachstumsdynamik wird bis ins erste Quartal 2026 voranschreiten. Die Wirtschaftsschwäche führt zu weiter sinkenden Inflationszahlen und stimulierenden Leitzinssenkungen der Notenbanken. Die langfristigen Zinsen in der Eurozone steigen leicht an, während sie in den USA stabil bleiben.

Wegen der Rekordstände bei den Aktienindizes ist die Stimmung der Anleger im optimistischen bis euphorischen Bereich und damit ein Warnsignal. In Verbindung mit der teuren Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis) amerikanischer Aktien und dem zunehmenden Gewicht weniger US-Technologieunternehmen erhöht sich das Risiko von Kursschwankungen und Kursrückgängen. Es spricht wenig dafür, dass die anstehende US-Präsidentschaftswahl im November die Börsen beeinflussen wird. Auch geopolitische Ereignisse wie der aktuelle Konflikt in Nahost oder der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben generell nur einen kurzfristigen und daher geringen Einfluss auf die Finanzmärkte. Am Beispiel des Aktienindex S&P 500 liegt der durchschnittliche Rückgang innerhalb von 19 Tagen nach Eintritt eines Ereignisses bei weniger als 5 Prozent.               

Der abschliessende Blick auf die Währungen deutet auf keine größeren Veränderungen hin. Infolge von drei Leitzinssenkungen ist in der Schweiz das Potenzial für eine weitere geldpolitische Lockerung im Vergleich zu den USA und der Eurozone geringer geworden. Dies sollte den Schweizer Franken unterstützen.     

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